Die Groß Berkeler müssen vor dem Spiel gegen Hemeringen personell improvisieren. „Leider hat eine Spielverlegung nicht geklappt. Neben dem beruflich verhinderten Trainer werden Kratsch, Özcelik, Stegemann, Zenker und Wöller aus unterschiedlichsten Gründen fehlen. Den trainer'schen Zauberhut setzt Kusay Abou Moulig am Sonntag auf. Eventuell springt aus selbigem noch das eine oder andere 'Kaninchen' raus, in Form eines A-Jugendlichen oder Altherren-Spielers", so TSV-Spartenleiter Alexander Zenker mit einem Augenzwinkern. „Gegen die junge, laufstarke und kampferprobte Hemeringer Truppe wird’s nicht einfach. Ich erwarte aber von den Spielern, dass sie alles geben, sich aufreiben und vielleicht eine Trotzreaktion nach der verdienten Niederlage am vergangenen Sonntag zeigen. Wenn am Ende drei Punkte dabei rausspringen, freue ich mich umso mehr!"

Durch den sechzehnten Saisonsieg grüßt der TSC Fischbeck auch weiterhin vom „Platz an der Sonne“. Nach fünfzehn verhaltenden Minuten von beiden Mannschaften drückte der TSC auf das Gaspedal. 27 Minuten brauchte die Hänel-Elf, um durch den Treffer von Alan Miro nach starker Vorarbeit von Julian Voquardsen in Front zu ziehen. Kurz nach dem Wiederanpfiff markierten die Hausherren das 2:0 zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt. Niklas Williams düpierte dabei sechs Gegenspieler und krönte seinen Alleingang mit einem Tor.

Mike König schnürt Dreierpack

„Das Spiel war ein offener Schlagabtausch, welches beide hätten gewinnen können“, resümierte Groß Berkels Spartenleiter Alexander Zenker nach einem packenden Spiel. In den ersten Minuten plätscherte das Spielgeschehen vor sich hin, bis Mike König in der 41. Minute den Ball zum ersten Mal im Spiel im Netz zappeln ließ. Mit diesem Ergebnis pfiff der Schiedsrichter die erste Halbzeit ab. Direkt nach Wiederanpfiff war es Sascha Ranke, der den 1:1-Ausgleich der Gäste besorgte. „Nach dem Ausgleich haben wir ein bisschen den Faden verloren“, beschrieb Zenker. Doch erneut gingen die Hausherren in Person von König in Führung. Und auch das 3:1 für die Groß Berkeler schoss Mike König, der somit seinen Dreierpack perfekt machte.

„Auf dem Papier sicherlich eine eher einfache Aufgabe, aber das war das Spiel von Bayern gegen Mainz auch", meint TSC-Trainer Matthias Hänel. „Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir unseren schönen Vorsprung nicht noch auf der Zielgeraden verdaddeln. Auch gegen Hemeringen hatte man den Eindruck, dass das Spiel schon vor dem Anpfiff entschieden ist. Das darf uns gegen Groß Berkel nicht passieren. Wir wollen unbedingt gewinnen, denn angesichts des Restprogramms ist das dann schon eine Art Vorentscheidung im Kampf um Platz eins." Auf der personellen Ebene stehen hinter Guckel und Balcak noch große Fragezeichen. Christian Bruns rückt erneut in den Kader und wird mit seiner Erfahrung der Mannschaft helfen. „Im Optimalfall wiederholen wir das 7:1-Hinspielergebnis, aber das ist wohl in der momentanen Verfassung von Groß Berkel eher Wunschdenken.

„Damit ein entspannter Tanz in den Mai stattfinden kann, stehen uns 90 harte Minuten bevor. Die Ergebnisse, insbesondere die Defensive der Hamelner, lassen aufhorchen: Gegen den Spitzenreiter kassierten sie kein Tor! Im Pokal haben sie uns rausgeworfen – das ist schon eine gute Truppe“, weiß Groß Berkels Spartenleiter Alexander Zenker. „Wir müssen über die Schmerzgrenze hinaus gehen, um unsere Zuschauer zu begeistern. Zum jetzigen Zeitpunkt steht die Weiterentwicklung der Mannschaft im Vordergrund – dass unsere Ergebnisse der letzten Spiele nicht ganz so schlecht waren, ist natürlich umso schöner. Die Jungs ziehen klasse mit und sind heiß auf Sonntag. Bezüglich des Kaders hat der Trainer, wie auch schon die letzten drei Wochen, die Qual der Wahl.“ Die Hamelner treffen mit Groß Berkel auf einen der besten Angriffe der Liga. „In diesem Spiel sind die Rollen wieder klar verteilt. Groß Berkel ist mit der aktuellen Offensive, die ich aktuell stärker als die von Fischbeck einschätze, in diesem Match der klare Favorit.